Glossar: Zinseszins

Die wichtigsten Begriffe rund um Zins und Zinseszins, alphabetisch sortiert und verständlich erklärt.

72er-Regel
Faustformel zur Verdopplungszeit: 72 ÷ Zinssatz ≈ Jahre. Bei 6 % verdoppelt sich Kapital in rund 12 Jahren.
Abzinsung
Umkehrung: der heutige Wert einer künftigen Zahlung, geteilt durch (1 + r)ᵗ (Barwert).
Aufzinsung
Berechnung des zukünftigen Werts eines heutigen Betrags durch Multiplikation mit (1 + r)ᵗ.
Effektivzins
Der tatsächliche Jahreszins inklusive unterjähriger Zinseszinseffekte – meist etwas höher als der Nominalzins.
Endkapital
Der Betrag nach Ablauf der Laufzeit: A = P · (1 + r)ᵗ.
Inflation
Der allgemeine Preisanstieg, der die Kaufkraft mindert. Bei der Renditebetrachtung real (nach Inflation) rechnen.
Kapital (Barwert)
Das eingesetzte Startkapital P, von dem aus die Verzinsung berechnet wird.
Laufzeit
Die Anzahl der Jahre, über die das Kapital verzinst wird. Sie wirkt im Zinseszins exponentiell.
Nominalzins
Der angegebene Jahreszins ohne Berücksichtigung der Zinsgutschrift-Häufigkeit.
Realzins
Der Zins nach Abzug der Inflation. Er zeigt den echten Kaufkraftzuwachs des Kapitals.
Rendite
Der prozentuale Ertrag einer Anlage pro Jahr – beim Zinseszins die Basis des exponentiellen Wachstums.
Sparplan
Regelmäßige Einzahlungen, die jeweils ab Einzahlung mitverzinst werden – kombiniert Sparrate und Zinseszins.
Zins
Das Entgelt für überlassenes Kapital, ausgedrückt als Betrag oder Prozentsatz pro Periode.
Zinseszins
Zinsen, die auf bereits gutgeschriebene Zinsen anfallen. Über lange Laufzeiten der stärkste Wachstumstreiber des Kapitals.
Zinsperiode
Der Abstand, in dem Zinsen gutgeschrieben werden (jährlich, vierteljährlich, monatlich). Häufigere Gutschrift erhöht den Effektivzins.
Zinssatz
Der jährliche Prozentsatz, mit dem Kapital verzinst wird (z. B. 5 % p.a.).
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